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Das Schlafapnoe-Syndrom

Das Schlafapnoe-Syndrom ist die häufigste organisch begründete schlafbezogene Atmungsstörung. Schätzungen gehen von derzeit 2 Millionen behandlungsbedürftigen Patienten in Deutschland aus.

Schnarchen ist ein außerordentlich häufig anzutreffendes Phänomen, wobei das Vorhandensein von Schnarchen nicht zwingend auch das Vorliegen eines Schlafapnoe-Syndroms bedeuten muss. Bis zu 80% der Männer über 50 Jahre schnarchen nachts. Auch Frauen neigen in geringerem Maße zum Schnarchen. Das Schnarchen entsteht durch eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur während des Schlafes. Durch diese Erschlaffung wird die Atmung während des Schlafens behindert. Der Luftstrom führt zu einem wiederholten Hin- und Herflattern des Zungengrundes und damit zum typischen Schnarchgeräusch. Erst wenn eine zunehmende Erschlaffung der Rachenmuskulatur zu einer totalen Verlegung der oberen Luftwege führt, kommt es zum Atemstillstand (Apnoe, griechisch “Windstille”). Das Schnarchen wird in diesen Fällen durch unterschiedlich lange Atempausen unterbrochen. Diese werden meist vom Bettpartner bemerkt und führen zu gutgemeinten Weckversuchen. Durch den Atemstillstand sinkt der messbare Sauerstoffgehalt im Blut, Herzfrequenz (Puls) und Blutdruck sinken anfangs ebenfalls. Erst wenn die Sauerstoffsättigung im Blut einen kritischen Wert unterschreitet, führt das Gehirn eine Weckreaktion (arousal) aus. Diese Funktion ist notwendig, um den Organismus vor dem Ersticken zu schützen. Durch die Weckreaktion wird die Tiefschlafphase unterbrochen, Herzfrequenz und Blutdruck steigen deutlich an. Die arousalbedingte geringere Schlaftiefe führt dazu, daß sich die Rachenmuskulatur wieder anspannt und die Atmungsbehinderung aufgehoben wird. Nun kommt es zu einer intensivierten Atmung mit vermehrten Atemexkursionen, um die entstandenen Sauerstoffdefizite auszugleichen. Je nach Schwere des Apnoesyndroms wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals in der Stunde.

Definitionsgemäß liegt ein Schlafapnoesyndrom dann vor, wenn innerhalb einer Stunde zehn Atempausen über 10 Sekunden Dauer beobachtet werden. Die maximal erfassbare Anzahl von Atempausen über mehr als 10 Sekunden Dauer pro Stunde wird als Apnoe-Index (AI) bezeichnet.

Neben den erwähnten Atemstillständen (Apnoen) können auch Episoden einer eingeschränkten Atmungsintensität (Hypopnoen) beobachtet werden. Diese Hypopnoen sind nicht einheitlich definiert. Gebräuchlich sind die folgenden Definitionen:

Verringerung der mechanischen Atembewegungen (Brustkorb- und Zwerchfellbewegungen) um mindestens 50%,

Verringerung des Atemflusses um mindestens 50%,

Abfall der Sauerstoffsättigung um mindestens 4% (klinisch relevanter unterer Grenzwert der Sauerstoffentsättigung während Apnoen und Hypopnoen).

Die Anzahl der Apnoen und Hypopnoen pro Stunde wird als Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) bezeichnet.

Durch die häufigen lebenserhaltenden Weckreaktionen wird die normale Schlafarchitektur und damit die Schlafqualität zerstört. Tiefschlafphasen und REM-Phasen nehmen ab. Dabei berichten Patienten häufig, dass sie außerordentlich gut schlafen, der Schlaf aber nicht erholsam ist und sie morgens “wie gerädert” aufstehen. Sehr wichtig für eine frühzeitige Diagnose ist daher die Fremdanamnese, d.h. die Schilderung der Abläufe durch den ggf. vorhandenen Partner.

Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamneseerhebung) und der gründlichen körperlichen Untersuchung stehen zwei messtechnische Verfahren zur Diagnosestellung zur Verfügung. Der  Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung kann zunächst im Vorfeld mit einer wenig aufwendigen ambulanten Untersuchung (Schlafapnoe-Screening) erhärtet oder weitgehend entkräftet werden. Finden sich bei der ambulanten Screeninguntersuchung Hinweise auf das Vorliegen einer relevanten Erkrankung, wird der Patient zur weiteren Diagnostik und Therapie stationär in ein Schlaflabor zur sog. polysomnographischen Untersuchung eingewiesen.

Symptome und Folgen

In der Nacht deutet Schnarchen mit unterschiedlich langen Atempausen auf ein mögliches Schlafapnoe-Syndrom hin. Zusätzlich können diverse Folgeerscheinungen entstehen. Die wichtigsten möglichen Folgen sind:

1. Verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, oft mit nachteiligen Folgen am Arbeitsplatz, im Freundeskreis und in der Familie

2. Konzentrationsschwäche mit Einsschlafneigung vor allem in langweiligen Situationen

3. Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen, vor allem am Morgen

4. Schwindelattacken und Ohrgeräusche (Tinnitus)

5. Wesensveränderung mit Gereiztheit und/oder Depressionen

6. Sexuelle Funktionsstörungen (Impotenz)

7. Nächtliches Schwitzen

8. Nächtlicher Harndrang

9. Schlafneigung am Tage, insbesondere bei monotoner Umgebung (Autofahren, Fernsehen), hierdurch je nach Situation deutlich erhöhtes Unfallrisiko

10.Bluthochdruck (Hypertonie)

11.Fehlender Erholungseffekt des Schlafs.

Alle vorerwähnten Symptome können Ausdruck einer behandlungsbedürftigen schlafbezogenen Atmungsstörung sein. Natürlich können auch andere Erkrankungen zu den oben genannten Symptomen führen. Das Vorliegen von einem oder mehreren der oben genannten Symptome, sollte allerdings zu einer diagnostischen Klärung Anlass geben. Nach einer genauen Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und einer gründlichen körperlichen Untersuchung wird der behandelnde Arzt je nach Befund weitere Untersuchungen anraten.

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

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