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In unserer Klinik haben wir für Patienten mit chronischen Schlafstörungen und/oder schwergradigem Schnarchen differenzierte Behandlungskonzepte entwickelt. Die Behandlung ist ganzheitlich orientiert und richtet sich nach den jeweiligen Ursachen. Neben körperlichen Aspekten werden im Falle chronischer Schlafstörungen insbesondere auch die oftmals komplexen und vielschichtigen psychischen Momente im therapeutischen Gesamtkonzept berücksichtigt, sofern dies dem Wunsch des Patienten entspricht. Hier hat neben dem ärztlichen Kontakt auch die Hinzuziehung unserer psychologischen Mitarbeiter einen wesentlichen Stellenwert.
Diagnostisch sollten mittels eines apparativen Schlafapnoe-Screenings solche Schlafstörungen ausgeschlossen oder nachgewiesen werden, die eine weiterführende Diagnostik und stationäre Einstellung in einem Schlaflabor erfordern. Hiervon betroffenen Patienten können bei Bedarf an akkreditierte Schlaflaboratorien vermittelt werden.
Da Schlafstörungen in manchen Fällen auch durch verschiedene internistische Krankheiten hervorgerufen werden können, besteht in unserer Klinik die Möglichkeit, bei Bedarf bzw. medizinischer
Notwendigkeit umfangreiche diagnostische Maßnahmen zum Nachweis bzw. Ausschluss solcher verursachender interner Krankheiten durchzuführen.
Patienten mit primären Schlafstörungen, speziell mit schlafbezogenen Atmungsstörungen, sind überproportional häufig auch von herz-kreislaufbezogenen Erkrankungen betroffen. Schlafbezogene
Atmungsstörungen gelten als Risikofaktor für diese Krankheiten (z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall). Auch chronische Schlafstörungen anderer Ursache können ggf. zu diversen Folgekrankheiten führen. Daher
sind wir bestrebt, bei Pateinten mit chronischen Schlafstörungen nicht nur die Schlafstörung selbst abzuklären und zu behandeln, sondern auch ggf. vorhandene Begleit- und
Folgekrankheiten angemessen zu berücksichtigen.
Patienten, bei denen ein sog. obstruktives Schlafapnoe- Syndrom vorliegt, können in unserer Klinik mit einem relativ neu entwickelten Verfahren der apparativen Elektrostimulation, dem sog. Zungenmuskeltraining (ZMT) behandelt werden. Hierdurch kann ggf. eine apparative Beatmungsbehandlung (CPAP-Therapie) vermieden oder beendet werden. Auch in Fällen von schwergradigem Schnarchen kann eine ZMT-Behandlung mitunter wesentliche Verbesserungen bewirken, die auch
der Schlafqualität des ggf. vorhandenen Partners zugute kommen.
Patienten mit chronischen Schlafstörungen können in unserer Klinik von den einander ergänzenden besonderen Erfahrungen und den jeweiligen ärztlichen Interessenschwerpunkten der Chefärzte
profitieren. Grundsätzlich besteht daher die Möglichkeit, dass diese Patienten in kollegialem Miteinander von beiden Chefärzten gemeinsam behandelt werden.
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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