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Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es während des Schlafs zu wiederholten Verlegungen der oberen Atemwege durch den erschlafften Zungengrund (Obstruktion = Verengung,
Verlegung). Wenn der Luftstrom hierdurch blockiert wird, findet eine forcierte Zwerchfell- und Brustatmung statt, bis der Widerstand des Strömungshindernisses überwunden wird bzw. eine Weckreaktion (arousal)
stattfindet. Nun kommt es unter meist sehr lauten Schnarchgeräuschen zum vorübergehenden Einstrom von Atemluft, bis eine erneute Atemwegsverlegung stattfindet. Weitere Einzelheiten finden sich im vorausgehenden
Kapitel “Das Schlafapnoe-Syndrom”.
Die obige Abbildung zeigt schematisch eine typische Verlaufskurve bei obstruktivem Schlafapnoesyndrom
(modofiziert nach Schäfer).
In der ersten abgebildeten Minute sind die Atemwege durch die erschlaffte Zungengrundmuskulatur verlegt. Es finden forcierte Zwerchfellbewegungen statt; das Zwerchfell hebt und senkt sich
etwa 17 mal in der Minute (grüne Kurve), dies entspricht einer sehr schnellen Atmungsaktivität. Dennoch kommt auf Grund der Atemwegsverlegung kein Luftstrom und kein Schnarchen
zustande (erster Verlaufsabschnitt der blauen Kurve). Die messbare Sauerstoffsättigung verringert sich infolgedessen von etwa 95 % auf 70 % (erster Verlaufsabschnitt der roten
Kurve). Erst gegen Ende der ersten Minute ist die Atemintensität so stark, dass unter sehr lautem Schnarchen Luft in die Lunge strömt (zweiter Verlaufsabschnitt der blauen
Kurve). Die Sauerstoffsättigung steigt wieder auf das ursprüngliche Niveau an (mittlerer Abschnitt der roten Kurve), die Zwerchfellatmung wird deutlich langsamer und ruhiger
(mittlerer Abschnitt der grünen Kurve). In der zweiten Minute kommt es erneut zur Blockade der Atemwege, und die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich.
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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