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Beim Restless-legs-Syndrom handelt es sich wie beim Schlafapnoe-Syndrom um eine weitere körperlich begründete Schlafstörung. Etwa 5% der erwachsenen Bevölkerung leiden in
unterschiedlich starker Ausprägung an dieser Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist nicht eindeutig geklärt. Das Restless-legs-Syndrom ist gekennzeichnet durch quälende Missempfindungen in den Beinen, die in
Ruhe auftreten. Das normale Einschlafen wird massiv gestört. Es kommt zu einem kaum unterdrückbaren Bewegungsdrang . Die sozialen Kontakte der betroffenen Patienten können schwer beeinträchtigt sein, weil die
Beschwerden in allen Ruhesituationen auftreten können (Theater, Kino, Restaurant) und von medizinischen Laien nicht richtig eingeschätzt werden.
Sowohl die Beschwerdesymptomatik als auch deren soziale Auswirkungen können zur Depressionen und Suizidalität führen.
Symptome und Folgen
1. In Ruhe kommt es zu kribbelnden, reißenden und anderen Mißempfindungen in den Beinen
2. Es besteht ein erheblicher Bewegungsdrang, weil hierdurch die quälenden Symptome vorübergehend unterdrückt werden können
3. Einschlafstörungen
4. Soziale Isolation im privaten und sozialen Umfeld
5. Depressionen
6. Selbsttötung (Suizidalität)
Diagnose
Die Diagnose basiert auf den klinischen Symptomen und dem Ausschluss von Schlafstörungen anderer Ursache. Auch arterielle und venöse Durchblutungsstörungen sowie periphere Neuropathien
(Nervenschäden) gehören zu den häufigsten Differentialdiagnosen und müssen ausgeschlossen werden.
Therapie
Da die Ursachen der Erkrankung derzeit noch nicht völlig geklärt sind, besteht noch kein kausaler Therapieansatz. Symptomatische Behandlungen mit Beruhigungsmitteln in leichten Fällen,
Medikamenten gegen Epilepsie (Antikonvulsiva) und Präparaten gegen die Parkinson´sche Erkrankung führen jedoch häufig zu einer deutlichen Beschwerdebesserung.
Mittel der Wahl sind in milden Fällen Clonazepam, ansonsten die Parkinsonmittel DOPA, Decarboxylasehemmer, alternativ Dopaminagonisten wie Bromocriptin oder Lisurid und das Antiepileptikum
Carbamazepin. Opiatabkömmlinge (z.B. Tilidin) können sich ebenfalls positiv auswirken, sind jedoch mit den Problemen der Gewöhnung und Abhängigkeitsentwicklung behaftet.
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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