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Werden im alltäglichen Lebensrhythmus die jeweiligen Erfordernisse hinsichtlich Schlafbedürfnis und Schlafrhythmus bzw. Schlaftyp nicht hinreichend umgesetzt, kann sich in
Abhängigkeit konstitutioneller Faktoren ein chronisches Schlafentzugssyndrom mit gesundheitlichen Störungen unterschiedlicher Art und Schwere entwickeln.
Wichtige Merkmale dieses Schlafentzugssyndroms können unter anderem sein:
Verminderte Streßtolerenz, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Stimmungslabilität, Depresivität, Einschränkung der emotionalen Schwingungsfähigkeit, Lustlosigkeit, Kopfschmerzneigung,
Herz- Kreislaufbeschwerden, Neigung zu Magen-Darm-Störungen, vermehrte Infektanfälligkeit infolge Schwächung des Immunsystems. Bei langjährigem chronischen Schlafentzug kann auch eine biologische Voralterung resultieren.
In vielen Fällen wird es nun allerding nicht gelingen können, dem individuellen Schlafrhythmus im Alltag voll recht zu werden. So wird z. B. bei morgendlicher Festsetzung des
Dienstbeginns auf 7.30 oder 8.00 Uhr im allgemeinen der Morgentyp bevorzugt und ein Abendtyp benachteiligt, während eine gleitende Arbeitszeit eher geeignete Rahmenbedingungen schafft, dass jeder Einzelene entsprechend seinem individuellen Biorhythmus Leistung jeweils zu seiner Zeit bringen kann.
Auch Schichtdienst wirft mitunter komplexe medizinische Probleme auf, da dieser jedem natürlichen Biorhythmus zuwiderläuft. In solchen Fällen ist die Wahrnehmung und Nutzung entsprechender Regenerationsphasen, z. B. an dienstfreien Wochenenden von gesundheitserhaltender Bedeutung.
Diejenigen Patienten, die von einer Schlafentzugsproblematik betroffen sind, können eine stationäre Behandlung in unserer Klinik auch als Chance verstehen, Schlafdefizite auszugleichen und zum jeweils individuell vorgegebenen Schlafrhyhtmus zurückzufinden.
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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