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Schlafstörungen-Einteilung

Die Einteilung der Schlafstörungen basiert auf der Definition der “American Sleep Disorders Association” aus dem Jahre 1990. Es existieren mehr als 80 unterschiedliche Erkrankungen; bereits deren komplette Aufzählung würde den Rahmen der vorliegenden Darstellung sprengen. Daher sei hinsichtlich Details auf die einschlägige Fachliteratur verwiesen.

1. Dyssomnien

Dyssomnie ist der Überbegriff für Schlafstörungen im Allgemeinen. Der Schlaf ist beeinträchtigt hinsichtlich Dauer, Qualität (Effizienz) oder Ablauf (Abfolge der Schlafstadien). Möglich sind Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und Tagesmüdigkeit, d.h.vermehrte Schläfrigkeit. Schlafdefizite infolge von Ein- und Durchschlafstörungen werden zusammenfassend als Insomnien bezeichnet; eine gesteigerte Tagesschläfrigkeit wird Hypersomnie genannt.

a. Intrinsische Schlafstörungen

Intrinsische Schlafstörungen werden durch Faktoren verursacht, die im Organismus selbst zu suchen sind. Wichtige Erkrankungen dieser Gruppe sind unter anderem das obstruktive und zentrale Schlafapnoe-Syndrom, das Syndrom der ruhelosen Beine (Restless-legs-Syndrom), das alveoläre Hypoventilationssysndrom mit Einschränkung des Atemantriebes bei meist extremer Übergewichtigkeit (Pickwick-Syndrom), die Narkolepsie (zwanghafte Einschlaf-Anfälle am Tage), die Hypersomnie (krankhafte Schlafvermehrung) sowie die periodische Bewegung der Glieder (nächtliche Unruhe und Aufwachen infolge periodischer stereotyper Bewegungsabläufe).

b. Extrinsische Schlafstörungen

Extrinsische Schlafstörungen werden durch äußere Faktoren verursacht, die auf den Organismus einwirken. In diese Gruppe fallen die umweltbedingten Schlafstörungen (z.B. infolge Lärm, Klimaschwankungen, Mondphasenwechsel), höhenbedingte Schlafstörungen, psychisch verursachte Schlafstörungen (z.B. bei vermehrtem Stress, Konflikten, Ängesten und Sorgen), Schlafprobleme infolge Nahrungsmittelallergien, nächtlichem Essen und Trinken sowie Schlafstörungen bei Alkohol-, Medikamenten- und Drogenkonsum.

c. Störungen des zirkardianen Schlaf-Wach-Rhythmus

Störungen des zirkardianen (tag-, nacht- bzw. zeitabhängigen) Schlaf-Wach-Rhythmus haben eine gemeinsame chronobiologische Grundlage und bilden daher eine eigenständige Gruppe innerhalb der Dyssomnien. Hierunter zählen Schlafstörungen bei Zeitzonenwechsel, Schichtarbeit, extreme Verlagerungen des Einschlafens in den frühen Abend oder die späte Nacht (vorverlagertes bzw. verzögertes Schlafphasen-Syndrom), sonstige zeitliche Abweichungen des Schlaf-Wach-Rhythmus vom 24-Stunden-Rhythmus (z.B. bei Blinden möglich).

2. Parasomnien

Unter den Parasomnien werden schlafbezogene Anomalien zusammengefasst, die zu Abweichungen des normalen Schlafablaufes führen, jedoch keine Ein- und Durchschlafstörungen oder vermehrte Tagesschläfrigkeit verursachen.

Aufwachstörungen führen zu teilweisem Erwachen aus dem Schlaf, welches nicht durch äußere Einflüsse bedingt ist. Hierzu zählen Schlafwandeln (Somnambulismus), Verwirrtheit beim Aufwachen (Schlaftrunkenheit), Angstreaktionen im Tiefschlaf (Pavor nocturnus).

Bei Schlaf-Wach-Übergangsstörungen kommt es während des Überganges von einem Schlafstadium zum nächsten zu vorübergehenden Störungen wie rhythmischen Bewegungsmustern, Stammeln von Worten oder Lauten, Muskelzuckungen oder Wadenkrämpfen.

REM-Schlaf assoziierte Parasomnien sind Störungen, die nur während der REM-Schlafphasen auftreten. Hierzu zählen Alpträume, Schlaflähmungen (vorübergehende Bewegungsunfähigkeit von Kopf, Rumpf, Armen und Beinen, vor allem beim Einschlafen oder Erwachen), geschwächte oder schmerzhafte nächtliche Erektionen, vorübergehende Herzstillstände (Asystolien) von mehr als 2,5 Sekunden Dauer bei fehlender organischer Herzerkrankung (selten herzschrittmacherbedürftig), Verhaltensstörungen im REM-Schlaf (Schenk-Syndrom, vorübergehend gesteigerter Muskeltonus mit traumbedingten, oft aggressiven Verhaltensweisen, an welche sich der Patient hernach erinnern kann).

Andere Parasomnien, die sich den vorerwähnten Störungen nicht zuordnen lassen, sind nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus, meist im Non-REM-Schlaf auftretend), schlafgebundenes Verschlucken von Speichel mit Hustenanfällen und Erstickungsgefühl, nächtliche anfallsweise Epilepsien im Non-REM-Schlaf, primäres Schnarchen (einfaches Schnarchen ohne schlafgebundene Atmungsstörung oder sonstige Komplikationen).

3. Medizinisch-psychiatrisch bedingte Schlafstörungen

In dieser Gruppe werden Schlafstörungen eingeordnet, die infolge anderweitiger Erkrankungen als Begleitsymptom auftreten.

Beispielhaft seien erwähnt:

Schlafstörungen bei psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angststörungen, Phobien, Panikattacken, Zwangsstörungen, Hirnabbauprozessen mit Demenz, Morbus Parkinson),

Schlafstörungen bei internistischen Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenfunktionsstörungen, Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrankheiten, Magen-Darm-Leiden mit nächtlicher Symptomatik),

Schlafstörungen bei chronischen (auch nächtlichen) Schmerzen, z.B. bei Krebsleiden, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen.

4. Vorgeschlagene Schlafstörungen

In dieser Gruppe werden Funktionsstörungen aufgeführt, über die es in der Fachliteratur Einzelberichte gibt, deren Krankheitswert jedoch noch unklar ist. Als Beispiele seien sogenannte “Langschläfer” und “Kurzschläfer” genannt.

Bisher sind mehr als 80 schlafbezogene Erkrankungen bekannt. Vor der Behandlung ist eine genaue Diagnose erforderlich. Diese wird im Schlaflabor gestellt. Unter den rein körperlich bedingten Schlafstörungen überwiegen bei weitem die schlafbezogenen Atmungsstörungen.

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

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